Wem gehört die Firma? So finden Sie den Inhaber eines Unternehmens: 9 kostenlose und kostenpflichtige Methoden

Publish date: 12. Okt. 2026
In Deutschland lassen sich Inhaber und Geschäftsführer der meisten Unternehmen kostenlos herausfinden, denn seit August 2022 sind Abrufe aus dem Handelsregister gebührenfrei. Schwieriger wird es bei Einzelunternehmen, bei ausländischen Firmen und bei der Frage, wer wirtschaftlich hinter einer Gesellschaft steht. In den USA gibt es zum Beispiel kein zentrales Register: Die Daten liegen bei 50 Bundesstaaten und Tausenden Countys, und seit August 2026 erhebt FinCEN bei US-Unternehmen gar keine Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten mehr, so die Zusammenfassung der finalen Regel von Morrison Foerster.
Dieser Leitfaden stellt neun Methoden vor, von kostenlosen Registerabfragen bis zu Datentools, erklärt, was jede Quelle verrät und was nicht, beantwortet die häufigsten Fragen zu Gesellschaftern und wirtschaftlich Berechtigten und zeigt, wie Vertriebsteams Firmeninhaber in großer Zahl finden.
Wem gehört die Firma? Die schnelle Antwort
Um den Firmeninhaber herauszufinden, beginnen Sie beim offiziellen Register und arbeiten sich nach außen vor:
- Durchsuchen Sie das Handelsregister bzw. Unternehmensregister (in den USA: das Register des jeweiligen Bundesstaats).
- Bei Einzelunternehmern prüfen Sie das Impressum und das Gewerberegister (in den USA: die DBA-Einträge der Countys).
- Nutzen Sie OpenCorporates, um Register vieler Länder auf einmal zu durchsuchen.
- Bei britischen Unternehmen prüfen Sie Companies House einschließlich des Registers der Personen mit maßgeblichem Einfluss.
- Bei börsennotierten US-Unternehmen lesen Sie die SEC-Meldungen.
- Prüfen Sie Firmenverzeichnisse wie das Better Business Bureau oder die Mitgliederverzeichnisse von Kammern und Verbänden.
- Sehen Sie sich Website, Google-Unternehmensprofil und LinkedIn des Unternehmens an.
- Prüfen Sie Berufs- und Zulassungsregister für regulierte Branchen und Berufe.
- Nutzen Sie eine Datenplattform, wenn Sie Inhaber und Kontaktdaten vieler Unternehmen brauchen.

1. Handelsregister und Unternehmensregister durchsuchen
In Deutschland sind Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG, Personenhandelsgesellschaften und eingetragene Kaufleute im Handelsregister eingetragen. Die Suche über das gemeinsame Registerportal der Länder zeigt Firma, Sitz, Rechtsform und die vertretungsberechtigten Personen wie Geschäftsführer, Vorstände und Prokuristen. Bei einer GmbH ist zudem die Gesellschafterliste als Dokument abrufbar, und daraus geht hervor, wem die Anteile gehören. Ergänzend bündelt das Unternehmensregister Bekanntmachungen und Jahresabschlüsse.
Für US-Unternehmen ist das Register des Bundesstaats zuständig, meist der Secretary of State. Kostenlose Suchen sind etwa Kaliforniens bizfile Online, die Public Inquiry des New York Department of State, Floridas Sunbiz und die Taxable Entity Search des Texas Comptroller.
Zwei Dinge sollten Sie dabei beachten. Erstens ist der eingetragene Vertreter in den USA (registered agent) oft ein Dienstleister oder Anwalt, nicht der Inhaber. Zweitens müssen nicht alle Bundesstaaten die Eigentümer einer LLC nennen. In New Mexico, Wyoming und Delaware gegründete LLCs müssen laut Northwest Registered Agent keine Angaben zu ihren Mitgliedern in den Gründungsunterlagen machen, was die Suche nach den Inhabern erschwert.
2. Einzelunternehmen: Impressum, Gewerberegister und DBA-Einträge
Kleingewerbetreibende und Freiberufler stehen meist nicht im Handelsregister. Für sie ist das Impressum die wichtigste Quelle: Geschäftsmäßige Websites in Deutschland müssen nach dem Digitale-Dienste-Gesetz Name und Anschrift des Anbieters nennen, bei juristischen Personen auch den Vertretungsberechtigten. Ergänzend kann das örtliche Gewerbeamt auf Anfrage Grunddaten aus dem Gewerberegister mitteilen, in der Regel Name, betriebliche Anschrift und angemeldete Tätigkeit.
In den USA treten Einzelunternehmer und Personengesellschaften oft unter einem Namen auf, der nicht ihr eigener ist, als „doing business as“ (DBA), Assumed Name oder Fictitious Business Name. Diese Namen werden beim County Clerk oder beim Bundesstaat registriert, und die Einträge nennen den Inhaber dahinter. Die US Small Business Administration erklärt das Verfahren in ihrem Leitfaden zur Registrierung eines Unternehmens.
3. OpenCorporates nutzen
OpenCorporates sammelt Unternehmensdaten aus offiziellen Registern vieler Länder in einer durchsuchbaren Datenbank. Das hilft, wenn Sie nicht wissen, wo ein Unternehmen eingetragen ist, oder wenn Sie alle Firmen sehen wollen, die mit einer Person verbunden sind. Prüfen Sie die Angaben immer im offiziellen Register, denn aggregierte Daten können der Quelle hinterherhinken.
4. Bei britischen Unternehmen: Companies House
Britische Unternehmen müssen ihre Directors und ihre Personen mit maßgeblichem Einfluss angeben, also unter anderem Personen, die mehr als 25 % der Anteile oder Stimmrechte halten oder kontrollieren. Beides ist über die Suche von Companies House öffentlich einsehbar, und die britische Regierung erklärt die Regeln in ihrem Leitfaden zu Personen mit maßgeblichem Einfluss. Damit gehört Großbritannien zu den Ländern, in denen sich am leichtesten herausfinden lässt, wem ein Unternehmen gehört.
5. Bei börsennotierten US-Unternehmen: SEC-Meldungen
Börsennotierte US-Unternehmen reichen ausführliche Berichte bei der SEC ein, mit den Namen von Führungskräften und Direktoren und in vielen Fällen der Großaktionäre. Sie lassen sich kostenlos über SEC EDGAR durchsuchen. Bei börsennotierten Unternehmen sind die „Eigentümer“ meist die Aktionäre, die gesuchten Ansprechpartner also eher die Führungskräfte. Für deutsche börsennotierte Unternehmen finden Sie Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht und meldepflichtige Stimmrechtsanteile in den Stimmrechtsmitteilungen.
6. Firmenverzeichnisse prüfen
Verzeichnisse wie das Better Business Bureau nennen bei US-Unternehmen oft die Geschäftsleitung oder Hauptansprechpartner, dazu Jahre am Markt und Beschwerdehistorie. In Deutschland veröffentlichen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Branchenverbände Mitgliederverzeichnisse, in denen Inhaber manchmal namentlich genannt sind.
7. Website, Google-Unternehmensprofil und LinkedIn ansehen
Kleine Unternehmen nennen ihre Inhaber oft offen. Prüfen Sie die Seiten „Über uns“ und „Team“, Presseberichte und den Blog. Bei Google antworten Inhaber häufig unter eigenem Namen auf Bewertungen. Auf LinkedIn suchen Sie nach dem Unternehmen und filtern nach Titeln wie Inhaber, Gründer, Geschäftsführer oder CEO.
8. Berufs- und Zulassungsregister prüfen
Viele regulierte Unternehmen brauchen Zulassungen, die online recherchierbar sind, etwa Handwerksbetriebe, Gastronomie, Arztpraxen oder Makler. Handwerksrollen, Kammerverzeichnisse und Zulassungsregister nennen oft den Inhaber oder die verantwortliche Person, die häufig zugleich Eigentümer ist.
9. Eine Datenplattform für große Mengen nutzen
Die Methoden oben funktionieren gut für ein Unternehmen, aber nicht für Hunderte. Wenn Sie eine Liste von Firmeninhabern für Vertrieb oder Partnerschaften aufbauen, findet eine Datenplattform die Unternehmen, ermittelt die richtige Person und ergänzt verifizierte Kontaktdaten in einem Schritt. Diesen Anwendungsfall behandelt der Abschnitt zu Spona weiter unten.
Sind die Inhaber eines Unternehmens öffentlich einsehbar?
Das hängt vom Land und von der Rechtsform ab. In Deutschland sind Geschäftsführer und bei der GmbH auch die Gesellschafter über das Handelsregister öffentlich. Wer wirtschaftlich hinter einer Gesellschaft steht, steht im Transparenzregister, doch nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2022 ist es nicht mehr allgemein öffentlich: Einsicht gibt es in der Regel nur noch bei berechtigtem Interesse. In den USA führen viele Bundesstaaten die Manager oder Mitglieder einer LLC in öffentlichen Unterlagen auf, andere verlangen nur einen registered agent und einen Organizer. Manche Inhaber nutzen zudem einen Anwalt oder Dienstleister als Treuhänder, um ihren Namen nicht preiszugeben.
Ist eine Firmenabfrage kostenlos?
In Deutschland sind Abrufe aus dem Handelsregister seit August 2022 kostenlos, einschließlich der Dokumente. In den USA ist die Suche im Register des Bundesstaats meist kostenlos, beglaubigte Kopien, Bescheinigungen über den Status (certificate of good standing) oder detaillierte Unterlagen kosten je nach Bundesstaat eine Gebühr.
Was ist mit den FinCEN-Daten zu wirtschaftlich Berechtigten?
Die Datenbank von FinCEN zu wirtschaftlich Berechtigten war nie öffentlich und erfasst US-Unternehmen nicht mehr. Nach der finalen Regel, die FinCEN am 11. August 2026 bekannt gab, sind inländische Unternehmen und US-Personen von der Meldepflicht befreit, und FinCEN will bereits gemeldete Angaben zu ihnen löschen. Nur bestimmte ausländische Unternehmen, die in den USA registriert sind, melden weiterhin.
So finden Sie die Kontaktdaten eines Firmeninhabers
Den Namen des Inhabers zu kennen, ist nur die halbe Arbeit, wenn Sie ihn erreichen wollen. So kommen Sie an Kontaktdaten:
- Beginnen Sie beim Unternehmen selbst. Viele kleine Unternehmen nennen die E-Mail-Adresse des Inhabers im Impressum oder antworten über ein Kontaktformular.
- Prüfen Sie LinkedIn auf das Profil des Inhabers und öffentliche Kontaktangaben.
- Nutzen Sie ein Anreicherungstool, um eine verifizierte geschäftliche E-Mail-Adresse oder Durchwahl zu finden.
- Verifizieren Sie vor der Ansprache. Inhaber wechseln, und alte Angaben laufen ins Leere.
Nutzen Sie geschäftliche Kontaktdaten für geschäftliche Zwecke und halten Sie die Regeln für die Ansprache ein. In Europa gilt die DSGVO für personenbezogene Daten von Inhabern, besonders von Einzelunternehmern, und in Deutschland verlangt das UWG für Werbe-E-Mails in der Regel eine vorherige Einwilligung. In den USA müssen Werbe-E-Mails CAN-SPAM entsprechen.
So finden Vertriebsteams Firmeninhaber in großer Zahl
Für Vertriebsteams, die an kleine und lokale Unternehmen verkaufen, ist der Inhaber meist der Entscheider, und ihn einzeln zu suchen, skaliert nicht. Ein wiederholbarer Prozess sieht so aus:

- Definieren Sie die gewünschten Unternehmen, etwa Zahnarztpraxen in München oder inhabergeführte Restaurants, die seit mehr als zehn Jahren bestehen.
- Bauen Sie die Unternehmensliste auf, aus Verzeichnissen, Karten oder einer Datenplattform.
- Ermitteln Sie Inhaber oder Entscheider für jedes Unternehmen.
- Verifizieren Sie die Kontaktdaten und entfernen Sie geschlossene oder doppelte Unternehmen.
- Melden Sie sich mit einem relevanten Anlass, etwa einer aktuellen Bewertung, einer Erweiterung oder einem neuen Standort.
Unsere Leitfäden zu Google-Maps-Scrapern und zur lokalen Leadgenerierung behandeln den Listenaufbau ausführlicher.
Wie Spona Firmeninhaber für Sie findet
Spona macht aus diesem Prozess einen Chat. Sponas Daten zu lokalen Geschäften sollen jedes aktive lokale Unternehmen abdecken, vom Einzelhandel über Gastronomie bis zu Handwerk, Gesundheitswesen und Tourismus, und Sponas KI findet die Unternehmen und die Menschen dahinter über mehr als 40 Datenquellen.
- Beschreiben Sie die Unternehmen in einfachen Worten, etwa „Bäckereien in Familienbesitz in Bayern“ oder „Restaurants, die seit mehr als 10 Jahren bestehen“, und Spona bewertet jeden Lead nach Ihren Kriterien.
- Verifizierte Kontaktdaten kommen mit jedem Lead und werden in Echtzeit aktualisiert.
- Keine manuellen Registerabfragen. Spona validiert jeden Lead anhand seines digitalen Fußabdrucks, sodass Sie Register, Verzeichnisse und Websites nicht selbst abgleichen müssen.
- Klare Preise. Credits kosten 0,008 bis 0,01 $, Bulk-Leads also etwa 0,01 bis 0,09 $ pro Stück und qualifizierte, bewertete Leads etwa 0,32 bis 4,00 $, mit kostenlosen Stichproben vor dem Kauf.
Sponas Kunden berichten von Ergebnissen am Telefon: Qonto erzielte eine um 80 % höhere und Kaiko eine um 65 % höhere Erreichbarkeit nach dem Wechsel zu Spona-Daten. Mehr zum Aufbau lokaler Listen finden Sie in unserem Leitfaden zum Erstellen einer Leadliste.
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Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich heraus, wem ein Unternehmen gehört?
Durchsuchen Sie das offizielle Register, in dem das Unternehmen eingetragen ist: in Deutschland das Handelsregister, in Großbritannien Companies House, in den USA das Register des Bundesstaats. Bei Einzelunternehmern helfen Impressum und Gewerberegister, bei börsennotierten Unternehmen die Pflichtveröffentlichungen.
Kann man die Gesellschafter einer GmbH sehen?
Ja. Die Gesellschafterliste einer GmbH ist als Dokument im Handelsregister hinterlegt und kostenlos abrufbar. Bei einer US-LLC ist das nicht immer so: Bundesstaaten wie New Mexico, Wyoming und Delaware verlangen keine Angaben zu den Mitgliedern in den Gründungsunterlagen.
Wie finde ich den Inhaber einer Firma in Deutschland?
Suchen Sie im gemeinsamen Registerportal der Länder nach der Firma. Dort sehen Sie Geschäftsführer oder Vorstand und können bei einer GmbH die Gesellschafterliste abrufen. Für Einzelunternehmen prüfen Sie das Impressum der Website oder fragen beim zuständigen Gewerbeamt nach.
Wie finde ich den Inhaber eines Unternehmens in den USA?
Suchen Sie im Register des Bundesstaats, in dem das Unternehmen gegründet wurde, etwa in Kalifornien über bizfile Online, in Florida über Sunbiz und in Texas über die Taxable Entity Search des Comptroller oder die Unterlagen des Secretary of State. Dort finden Sie je nach Rechtsform Officers, Manager und den registered agent.
Ist das Transparenzregister öffentlich?
Nicht mehr allgemein. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2022 wurde der öffentliche Zugang zu Registern wirtschaftlich Berechtigter in der EU eingeschränkt. In Deutschland erhalten Sie Einsicht in das Transparenzregister in der Regel nur noch mit berechtigtem Interesse.
Quellen
- Morrison Foerster: FinCEN ends beneficial ownership reporting for US companies (2026)
- California Secretary of State: bizfile Online business search
- New York Department of State: public inquiry business search
- Texas Comptroller: taxable entity search
- Northwest Registered Agent: how to find LLC owners
- US Small Business Administration: register your business
- OpenCorporates: open database of companies
- Companies House: company search (UK)
- GOV.UK: people with significant control (PSC) guidance
- SEC: EDGAR full-text filing search
- Better Business Bureau: business directory
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